Wo bin ich gerade unterwegs

Mein aktuelles München-Spaziergänger-Tagebuch

Dienstag, 17.Mai: Die Siedlung mit den Einfamilienhäuschen und kleinen Mehrfamilienhäusern rund um die Camerloher Straße im Laimer Bezirksteil St. Ulrich fanden wir abwechslungsreicher als andere vergleichbare Siedlungen in München. Interessant finde ich die Herkunft der Straßennamen: Der Pasinger Edle Widarsik war Namensgeber der Widarkisstraße, Johann Geyersperger war einer der Geiseln, die der schwedische König Gustav-Adolf im Dreissigjährigen Krieg aus München nach Augsburg mitnahm, der Edle Isbert baute das erste Pasinger Schloss, die Dichtls waren ein Münchner Patriziergeschlecht und der Heinrich Bauderer war ein Volkssänger. Alle hatten eher nichts mit Laim zu tun.

Sonntag, 15. Mai: Die Grenze zwischen der Maxvorstadt und dem Westschwabinger Bezirksteil Neuschwabing wird geprägt von herrschaflichen Jugendstilhäusern, oft noch mit eigenem Dienstboteneingang und dem alten nördlichen Friedhof, der heute fast einen Parkcharakter hat.

Samstag, 14. Mai: Historisch war Sendling nur oberhalb der Hangkante, also etwa ab der Plinganser Straße westwärts besiedelt. Unterhalb der Hangkante kam es vor dem Bau der Kanäle häufig zu Überschwemmungen. Das Sendlinger Feld, wie der Bezirksteil benannt wird, wurde also erst spät besiedelt. Wir waren heute im grünen Teil des Sendlinger Feldes unterwegs.

Donnerstag, 12.Mai: Das Österreicherviertel im Pasinger Bezirksteil Am Westbad ist gerade in aller Munde. Weil drummherum viele Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten sind, parken viele Ortsfremde in diesem schönen Viertel. Abhilfe ist nach Meinung der Anwohner:innen gefragt.

Mittwoch, 11. Mai: Bei strahlendem Sonnenschein waren wir heute mal wieder im Schlosspark Nymphenburg, heute sind wir im südlichen Teil spaziert, zur Badenburg, dem großen See und in einem Bogen wieder zurück zum Eingang an der Zuccalistraße

Dienstag, 10. Mai: Der Pasinger Friedhof wurde 1903 angelegt. Wir gehen gerne durch Friedhöfe und der Pasinger friedhof ist eine grüne Oase im Süden des Stadteils. Anschließend siend wir noch den ruhigen Haidelweg bis zur Stadtgrenze gegangen.

Samstag, 7. Mai: Aubing-Ost ist ein richtig schön grünes ein bisschen altmodisches Einfamilienhausviertel. Heute hatten wir das Glück zufällig am Tag des Hofflohmarktes da zu sein. Unglaublich viele Familien haben in dem Viertel teilgenommen und wir haben jetzt eine neue Wohnzimmerlampe, Lesestoff… . Und noch was: Heute haben wir die 2000. Straße (Platz, Grünanlage, Park, Friedhof) vollständig erwandert. Es ist die Landecker Straße. Dazu kommen noch über 400 Straßen, Plätze, Parks usw, die wir schon zum Teil gesehen haben.

Freitag, 6. Mai: Schön ist Fürstenried-West nicht überall, aber ziemlich grün und es gibt alle Schulen, Kitas, Kirche, Einkaufsmöglichkeit und sogar ein außergewöhnliches Kunstobjekt.

Dienstag, 3. Mai: Jetzt kommt der Frühling langsam und wir spazieren durch den Rosengarten in die Isarauen bis zur Weideninsel und wieder zurück.

Samstag, 30. April: Industrie, Neubauten teurer Wohnungen, alter Genossenschaftsbau, die berühmte Boschetsrieder-Schule lagen heute auf unserm Weg durch Thalkirchen.

Donnerstag, 28. April: Im Pasinger Bezirksteil Am Westbad gibt es ein Viertel, in dem die Straßen nach österreichischen Städten, Seen und Landschaften benannt sind und zwar ausnahmslos solche, die eine Urlaubsreise wert wären.

Mittwoch, 27. April: Villen und blühende Bäume, wer das sucht ist in der Villenkolonie Solln richtig. Auf unserem Spaziergang konnten wir so den Frühling in vollen Zügen genießen.

Sonntag, 24. April: Das Wetter ist zwar ein wenig gemischt, aber unverkennbar ist der Frühling da. Wir sind auf nach Nymphenburg, in die Villenkolonie Neuwittelsbach und sind auf Häuser zum Träumen mit blühenden Obstbäumen und wohlklingenden Straßennamen gestoßen

Donnerstag, 24. März: Ein kleiner Spaziergang rund um die Olympia-Basketballhalle, die heute auch AUDI-Dome genannt wird und weiter in den Westpark rund um den östlichen See herum

Mittwoch, 23. März: Zwischen der Nymphenburger Schlossmauer und der Wotanstraße wurde in den letzten Jahren gewaltig umgebaut. Ein Viertel, in dem viele gerne wohnen möchten, sich die meisten es sich wahrscheinlich nicht leisten können.

Montag, 21. März: Eine Runde im südlichen Teil von Pasing bringt uns an künstlerischen Gärten, Schulen, einer VersachenkBar, zwei Schulen und viel Grün vorbei.

Sonntag, 20.März: …und immer noch genießen wir den strahlenden Sonnenschein, diesmal in Harlaching mit seinen vielen schönen Häuschen, einem wunderschönen alten Motorrad und dem Archiv der russischen Emigration, dass wohl gerade wieder neue Dokumente dazu bekommt.

Samstag, 19. März: Der südliche Teil Milbertshofens bietet viele Einrichtungen für Jugendliche, Rolli-Fahrer, Spaziergänger:innen, Sporttreibende und es wohnen ganz normale Menschen hier.

Dienstag, 15. März: An der Grenze von Laim nach Pasing haben wir eine Häuserl-Siedlung entdeckt, die etwas vergessen scheint und in der es viele kleine alte Häuserl gibt.

Sonntag, 13. März: Der alte Ortskern von Solln ist immer einen Spaziergang wert. Wunderschöne alte Villen, oft viel Platz, alte Wirtshäuser, sogar einen Landmaschinenhandel haben wir auf unserem Rundgang gesehen. Wir Münchner können aufs Land fahren ohne die Stadtgrenze zu überschreiten.

Samstag, 12. März: Hier in Oberföhring stand die erste Brücke an der Salzstraße über die Isar. Heinrich Löwenherz brannte die Brücke ab und baute in München eine neue und gründete nebenbei München. Hätte er das nicht gemacht würden wird heute alle in der Millionenstadt Föhring wohnen.

Dienstag, 8. März: Nicht nur im Lehel, sondern auch im nördlichen Schwabing gibt es eine ganze Reihe Stadtbäche, die schön anzuschauen sind und manchmal die Keller der Anwohner:innen überschwemmen. Rund um die Osterwaldstraße mit ihren schaurigen und schönen Häusern wohnt es sich sicher angenehm und der Weg in die Hirschau, also dem Norden des Englischen Gartens ist kurz.

Sonntag, 6. März: Hand aufs Herz: Welche Müncher:in kennt schon Lochhausen? Ein bißerl ist ist es auch wie auf dem Land. Die Aubinger Lohe ist ein wunderschönes Naherholungsgebiet mit einem See, der in einer aufgelssenen Lehmgrube entstanden ist, Wochenendhäuserl, die Armbrstschützenanlage vom Winzerer Fähndl und das Bienenheim. Alles mitten in München.

Donnerstag, 3. März: Welcher Münchener, welche Münchnerin kennt den Achtersee. Gelegen im nördlichen Teil der Maximiliansanlagen war er heute unser Ziel. Umgeben von den Maximiliansanlagen liegt die wunderschöne Straße Bad Brunnthal. Die Häuser dort dürften alle zweistellige Millionenbeträge wert sein. Benannt ist Bad Brunnthal nach einer historischen Badeanstalt, die auf dem Gebiet gelegen war , eine selbständige Gemeinde, die 1892 nach München eingemeindet wurde.

Mittwoch, 2. März: In Untersendling gibt es den alten Weg nach Wolfratshausen, die heutige Engelhardstraße. Früher direkt an der Hangkante gelegen, ist sie heute ein ganzes Stück von der Hangkante entfernt. Nach dem zweiten weltkrieg wurde hier eine große Menge Schutt abgeladen, sodass die heutige Plinganserstraße nun die Hangkante bildet.

Dienstag, 1. März: Bei kaltem aber strahlendem Sonnenschein durchstreichen wir Pasings eher etwas unbekanntere Villenkolonie. Ebenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut ist diese Villenkolonie luftiger, als die von August Exter geplante Kolonie nördlich des Pasinger Bahnhofs. Hier wohnten ursprünglich die Professoren der gerade gegründeten Lehrerbildungsanstalt.

Samstag, 26. Februar: Die Borstei ist schon ein besonderes Stück München. Erbaut in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts als höchst modernes bürgerliches Wohnprojekt mit Zentralheizung, warmen Wasser, Toilette, Strom und Telefon in jeder Wohnung, mit Läden einem Café und über 60 Kunstwerken ist die Anlage einmalig. Direkt daneben beginnt die Bebauung, die anlässlich der Olympiade einen ganz anderen Akzent gesetzt hat, nicht unbedingt schöner.

Mittwoch, 23. Februar: Eine Runde in Neupasing östlich der Offenbachstraße finden wir eine Mischung aus Genossenschaftswohnungen, neugebauten Wohngebieten, Gewerbe, und alt eingewachsenen Häuschen.

2 Antworten auf „Wo bin ich gerade unterwegs“

  1. Hallo Thomas,
    deine tollen Bilder habe ich von Frau Rothenbücher erhalten. Tolle Idee und Realisierung. Ich wohne mit meiner Frau inzwischen in München- Solln, Krennerweg. DieseStrasse hast du noch nicht in deiner Sammlung, ist auch nicht so interessant. Vielleicht sollten wir bei Gelegenheit einen Kaffee/Bier zusammen trinken und etwas ratschen über vergangene Zeiten. Wohne ja nicht weit von der WAWI weg.
    Manfred

    1. Lieber Manfred,
      vielen Dank für Dein Interesse und deine nette Rückmeldung. Keine Angst auch der Krennerweg kommt irgendwann dran bei mir, weil alle Straßen in München von mir und meist meiner Frau abgelaufen und entdeckt werden. Ich hoffe du hast Verständnis dafür, dass ich nicht so für einen Ratsch über die Vergangenheit zu haben bin, manches möchte ich lieber ruhen lassen. Ich wünsche Dir und Deiner Frau, dass ihr euch wohl in eurer neuen Heimat fühlt und ihr die Stadt genießen könnt.
      Thomas

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